Lohnverzicht schafft keine Arbeitsplätze
1998 wurde z.B. die technische Abteilung der Philipp Holzmann AG, mit dem Zauberwort Outsourcing ganz flexibel in eine "eigenständige"
Philipp Holzmann Ingenieurgesellschaft für Bautechnik mbH ohne Tarifbindun ausgegliedert.
So konnten die neuen Gesellschafter Arbeitssuchende erpressen, folgende Individualverträge zu unterschreiben:
- Gehalt 10 bis 15 % unter Tarif
- 27 Urlaubstage, kein zusätzliches Urlaubsgeld
- 50% 13. Monatsgehalt
- Keine betriebliche Altersversorgung
- Keine Freistellung bei Ehe, Geburt, usw.
- 40 Stundenwoche plus 20 unbezahlte überstunden/Monat = 44 Stundenwoche
Arbeitsbedingungen also bis ca. 20 % unter Tarif.
Meines Erachtens ist es daher dringend notwendig, aktiv in der Gewerkschaft zu arbeiten. Denn nur gemeinsam organisiert können wir gegenüber dem Management durchsetzen, nach den Tarifen bezahlt zu werden. Tarife sind nämlich Mindestvereinbarungen, die solidarisch erkämpft wurden.
Die einzige Flexibilisierung dass die Massenarbeitslosigkeit entgegenwirkt ist eine drastische verküzung der
Wochenarbeitszeit
mit vollem Lohnausgleich, auf kosten der Profite.