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Mitrauchen? Nein Danke! – Kein Rauch soll uns mehr trennen!

 

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Tolerierte Gewalt



Hallo Kinderschützer, der Deutscher Kinderschutzbund kritisiert zu recht, "daß Menschen ihr Gesundheitspotential nur dann weitestgehend entfalten können, wenn sie auf die Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen, auch Einfluß nehmen können". Doch wie können die hilflosesten Opfer des Zwangsmitrauchens Einfluß nehmen? Viele Kinder im Alter zwischen 6 und 9 Jahren stinken bereits am frühen Morgen wie Kneipengänger nach Tabakrauch. Ein neunjähriger Junge erzählte mir am Infostand des Bundes gegen das Zwangsmitrauchen e.V., daß er auf der Fahrt in den Urlaub dreimal erbrechen mußte, weil die Eltern im Auto rauchten. Brutaler kann man Rücksichtslosigkeit rauchender Menschen kaum erleben.

Es ist eine Schande, daß fast alle, die in Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und Schulen an der Veränderung dieser Situation gar nicht interessiert sind! Daher ist die längst in Kraft getretene UN-Kinderrechtkonvention im täglichen Leben bisher lediglich ein Stück Papier geblieben. In Deutschland wird zugunsten marktpolitisch motivierter Bestrebungen eine "Partizipation" an der Gesundheitsförderung, so gut wie unmöglich gemacht. Länder wie die USA, Canada, Australien, Neu Seeland und andere zeigen jedoch durch verschärfte Gesetze zum Schutz vor dem Luftschadstoff Tabakrauch in Innenräumen, daß eine "Partizipation" für alle Bürger/innen möglich ist.

Aus Kinderschützer-Kommentare habe ich, in der Vergangenheit entnommen, daß Kinder- und Jugendverbände, Wohlfahrtsorganisationen und Kommunen der Situation, dem Schicksal und den besonderen Belastungen, unter denen die Kinder leiden müßten, mehr Aufmerksamkeit geschenkt würde als je zuvor. Und daß auch die breite Öffentlichkeit, die Medien und nicht zuletzt die Werbung für Markenartikel sich den Kindern gewidmet hätten oder besser gesagt: Sie benutzt hätten.

Diese Erkenntnisse helfen den tabakrauchgeplagten Kindern recht wenig, wenn man weiß, daß in Deutschland über 53 % der Kinder zu Hause dem Gefahrstoff Tabakrauch ausgesetzt sind! In den Kommentaren wird bemängelt: "Vom Reden zum Handeln ist ein Riesenschritt". Warum sind dann keine s.g. Kinderschützer seit 1991 der Koalition gegen das Rauchen beigetreten, wie dies über 120 Organisationen, Institutionen und Vereinigungen bereits taten?